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Sa. 12:00-18:00 Uhr
Pariser Str. 54
10719 Berlin
030 56 59 66 18
info@delicious-berlin.com
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In unserem Whisky Laden in Berlin Charlottenburg führen wir über 350 Flaschen aus Schottland, Irland, den USA, Deutschland und Japan. Wer seinen ersten guten Whisky kaufen möchte, wird bei uns genauso fündig wie jemand, der längst seine eigene Sammlung pflegt. Neben bekannten Klassikern stehen bei uns auch Brennereien im Regal, die kaum ein anderer Berliner Whisky-Shop führt. Unsere persönliche Beratung vor Ort hilft bei der Auswahl, ganz gleich ob es um die erste Flasche geht oder um die nächste Rarität für die Sammlung. Regelmäßige Whisky Tastings bringen Ihnen neue Stile und Herkünfte näher, bevor Sie sich festlegen. Wer bei uns eine bestimmte Abfüllung sucht, sollte einfach mal vorbeikommen und fragen, manchmal liegt mehr im Regal, als online sichtbar ist.
Ein guter Whisky verrät sich nicht allein über sein Alter. Viel wichtiger ist, was vorher passiert ist. Welches Getreide wurde verwendet? Wie lange dauerte die Gärung? In welchem Fass fand die Reifung statt? Ein junger Whisky aus einem aktiven Sherryfass kann komplexer schmecken als ein zwanzig Jahre alter aus einem müden Bourbonfass. Auch das Klima am Lagerort prägt das Ergebnis entscheidend. In den kühlen schottischen Highlands reift Whisky gemächlicher als im heißen Kentucky. Dort fällt der sogenannte Angel’s Share, also der Anteil, der jährlich einfach verdunstet, deutlich höher aus. Rauch und Torf wiederum sind kein Zufall, sondern das Ergebnis bewusster Mälzung, bei der die Gerste über brennendem Torf getrocknet wird. Wer diese Zusammenhänge kennt, liest ein Etikett mit anderen Augen und trifft die passendere Wahl für den eigenen Whisky-Geschmack.
Woher ein Whisky kommt, prägt ihn fast so stark wie sein Stil. Klima, Wasser und jahrzehntelange Tradition unterscheiden sich von Land zu Land erheblich, auch wenn die Grundzutaten oft ähnlich klingen. In unserem Sortiment sind fünf Herkünfte fest vertreten, jede mit eigener Geschichte und eigenem Charakter. Natürlich haben wir auch Whisky aus anderen Regionen.
Schottland ist die Wiege des Whiskys und bis heute die mit Abstand vielfältigste Herkunft in unserem Sortiment. Fünf Regionen prägen den Charakter, von der torfigen Inselwelt rund um Islay bis zur Speyside, wo allein rund fünfzig Brennereien aktiv sind, mehr als irgendwo sonst auf der Welt. Selbst Campbeltown, einst eine der größten Whisky-Städte überhaupt, lebt mit nur noch drei Brennereien weiter. Alle drei finden Sie bei uns im Regal.
Irischer Whiskey ist älter, als viele denken. Bushmills erhielt bereits 1608 die königliche Lizenz zum Brennen, die älteste der Welt, auch wenn die heutige Brennerei erst 1784 offiziell gegründet wurde. Typisch für Irland ist der Pot Still Whiskey, eine Mischung aus gemälzter und ungemälzter Gerste. Diese gibt es so nur hier, dazu kommt die für irischen Whiskey charakteristische dreifache statt zweifache Destillation.
Die deutsche Whisky-Szene ist noch vergleichsweise jung aber ziemlich lebendig. Den Anfang machte Robert Fleischmann, der 1983 in Franken mit der Destillerie Blaue Maus den ersten deutschen Single Malt brannte. Heute zeigen Brennereien wie Slyrs, Hellinger oder St. Kilian, wie eigenständig deutscher Whisky inzwischen schmeckt, oft mit ungewöhnlichen Fassfinishes, die man in Schottland so nicht findet.
In den USA dreht sich vieles um Bourbon, der 1964 vom US-Kongress offiziell als eigenständiges amerikanisches Produkt anerkannt wurde. Kentucky gilt bis heute als das Herzstück der Produktion, auch wenn das Gesetz Bourbon überall im Land erlaubt. Rye Whiskey erlebt gerade eine Renaissance. Bei uns ist diese Vielfalt gut vertreten: von großen Namen bis zu kleineren Häusern wie Michter’s oder Widow Jane.
Japanischer Whisky ist die jüngste der großen Whisky-Nationen und doch längst weltweit anerkannt. Den Anfang machte 1923 Shinjiro Torii mit der Yamazaki-Destillerie nahe Kyoto. Er wurde unterstützt von Masataka Taketsuru, der die Whiskyherstellung zuvor in Schottland gelernt hatte. Taketsuru gründete später seine eigene Marke Nikka, beide Häuser, Suntory und Nikka, prägen die japanische Whiskywelt bis heute.
Zwischen Getreidekorn und fertiger Flasche liegt ein langer Weg, der Jahre und manchmal sogar Jahrzehnte dauert. Jeder einzelne Schritt hinterlässt seine Spur im fertigen Whisky, von der Wahl des Getreides bis zur letzten Verdünnung vor der Abfüllung. Wir nehmen Sie mit durch die wichtigsten Stationen der Whisky-Herstellung.
Am Anfang steht das Getreide. Bei Scotch ist es fast immer Gerste, in den USA meist Mais oder Roggen. Für Malt Whisky wird die Gerste zunächst angefeuchtet und zum Keimen gebracht, dabei entstehen die Enzyme, die später die Stärke in vergärbaren Zucker umwandeln. Wird die gekeimte Gerste anschließend über brennendem Torf getrocknet, nimmt sie den charakteristischen Rauchgeschmack auf, den vor allem Islay-Whiskys bekannt gemacht haben. Nicht jede Brennerei setzt auf getorfte Gerste, viele entscheiden sich bewusst für eine milde, ungeräucherte Trocknung.
Das geschrotete Malz wird mit heißem Wasser vermischt, die sogenannte Maische entsteht. Hefe wandelt den darin enthaltenen Zucker über mehrere Tage in Alkohol um. Das Ergebnis ist eine Art bierähnliche Flüssigkeit namens Wash, allerdings ungehopft und ohne Kohlensäure. Je länger die Gärung dauert, desto fruchtiger und komplexer wird das spätere Destillat. Manche Brennereien lassen ihre Maische bewusst über sechzig Stunden stehen.
Single Malt entsteht in der klassischen Pot Still, einer kupfernen Brennblase, die im Batch-Verfahren arbeitet und meist zweimal durchlaufen wird, in Irland häufig sogar dreimal. Single Grain dagegen wird in der kontinuierlichen Coffey Still gebrannt, was deutlich größere Mengen in kürzerer Zeit ermöglicht. Das Kupfer der Brennblase spielt dabei eine wichtige Rolle, es bindet unerwünschte Schwefelverbindungen und macht das Destillat weicher.
Erst im Fass wird aus dem klaren Destillat der goldbraune Whisky, den wir kennen. Mindestens drei Jahre muss er in Schottland und Irland im Eichenfass lagern, in den USA gibt es dagegen keine gesetzliche Mindestzeit. Welches Fass vorher befüllt war, prägt den Geschmack entscheidend. Bourbonfässer bringen Vanille und Kokos, Sherryfässer eher Trockenfrüchte und Gewürze. Auch das Klima entscheidet mit. In heißen, schwankenden Lagen wie Kentucky verdunstet deutlich mehr Whisky pro Jahr als in den eher konstanten schottischen Lagerhäusern.
Vor der Abfüllung wird der Whisky meist mit Wasser auf Trinkstärke verdünnt, üblich sind 40 bis 46 Prozent. Bei Cask-Strength-Abfüllungen entfällt dieser Schritt bewusst. Viele Standardabfüllungen werden zusätzlich kühlgefiltert, damit der Whisky bei niedrigen Temperaturen nicht trüb wird. Das kostet allerdings auch etwas Geschmack. Hochwertigere Abfüllungen verzichten bewusst auf diesen Schritt und bleiben non-chill-filtered.
Bei über 350 Flaschen fällt die Wahl nicht leicht. Deshalb haben wir vier Wege durch unser Sortiment vorbereitet. Vom ersten eigenen Single Malt bis zur Rarität für die Sammlung, jede Empfehlung ist bewusst gewählt und nirgendwo im Supermarkt zu finden.
Aberfeldy wurde 1898 von den Söhnen des Firmengründers John Dewar in den zentralen schottischen Highlands errichtet. Ziel war es den Malt-Anteil für die Dewar’s-Blends zu liefern. Bis heute bildet die Brennerei das Herzstück eines der weltweit meistverkauften Blended Scotch. Die eigenständige 12-jährige Abfüllung zeigt den milden, zugänglichen Highland-Charakter und ist ein solider erster eigenständiger Single Malt, abseits der üblichen Supermarktregale.
Der Redbreast 12 Jahre Cask Strength ist Irish Single Pot Still in Reinform, gebrannt aus gemälzter und ungemälzter Gerste und mit satten 58,1 Prozent Vol. ungewässert abgefüllt. Genau diese Kombination aus traditionellem Pot-Still-Verfahren und voller Fassstärke macht ihn zu einer der gefragtesten Abfüllungen unter irischen Whiskey-Kennern.
Delicious Berlin Private Cask #1 Banyuls Cask Matured ist unsere erste eigene Single-Malt-Abfüllung aus Deutschland und auf nur 150 Flaschen limitiert. Das Besondere ist das mindestens zweijährige Finish im Banyuls-Fass. Banyuls ist ein französischer Süßwein aus dem Roussillon, nahe der Mittelmeerküste und der spanischen Grenze. Er bringt von Natur aus reife Frucht, dunkle Beeren, Trockenfrüchte und Würze mit. Genau dieser Fasscharakter verleiht dem Whisky zusätzliche Tiefe und eine feine, warme Süße mit Noten von Pfirsich, Trockenfrüchten und Honig. Ein sehr gutes Beispiel dafür, welchen Einfluss unterschiedliche Fassreifungen letztlich auf den fertigen Whisky haben können.
Berry Bros. & Rudd Rock Town 2016 Cask 508 stammt von der Rock Town Distillery aus Arkansas. Das ist eine noch junge Brennerei, die das erst 2025 gesetzlich definierte American Single Malt prägt. Nur wenige Flaschen sind verfügbar, eine seltene Gelegenheit, eine ganz neue amerikanische Whiskey-Kategorie zu entdecken.
Scotch entsteht aus gemälzter Gerste, Bourbon braucht mindestens 51 Prozent Mais. Scotch reift mindestens drei Jahre, für Bourbon gibt es keine gesetzliche Mindestzeit. Scotch-Fässer dürfen mehrfach verwendet werden, Bourbon muss in fabrikneuen, ausgebrannten Eichenfässern reifen. Diese Regeln zusammen erklären, warum Bourbon meist süßer und Scotch oft trockener schmeckt.
Schottland, Japan und Deutschland schreiben Whisky ohne „e“. Irland und die USA schreiben Whiskey mit „e“. Die Schreibweise richtet sich nach dem Herkunftsland, nicht nach persönlicher Vorliebe. Im deutschen Sprachgebrauch hat sich für den Oberbegriff meist die Schreibweise ohne das „e“ durchgesetzt.
Den einen besten Whisky gibt es nicht. Geschmäcker sind einfach zu unterschiedlich. Wer Rauch mag, findet seinen Favoriten eher auf Islay, wer es mild bevorzugt, eher in der Speyside. Unsere Empfehlungen weiter oben auf dieser Seite zeigen vier Wege je nach Vorliebe. Am besten probieren Sie sich bei einem unserer Tastings durch verschiedene Stile.
Gute, günstige Whiskys finden sich vor allem bei klassischen Single Malts ohne Sonderfinish. Ein zwölfjähriger Highland-Malt liefert oft das beste Verhältnis aus Preis und Qualität. Auch irische Blends sind häufig eine günstige, zugängliche Wahl. Wer unsicher ist, bekommt bei uns im Whisky Laden von unserem Team eine Empfehlung passend zum Budget.
Ein solider Einstiegswhisky kostet meist zwischen 35 und 60 Euro. Nach oben gibt es praktisch keine Grenze, seltene Single-Cask-Abfüllungen erreichen mehrere hundert Euro. Entscheidend für den Preis sind Reifezeit, Seltenheit und Auflagengröße. Teuer bedeutet nicht automatisch besser für den eigenen Geschmack.
Pur bei Zimmertemperatur entfaltet Whisky sein volles Aroma am besten. Ein paar Tropfen stilles Wasser öffnen oft zusätzliche Geschmacksnuancen, ohne den Charakter zu verwässern. Eis kühlt angenehm, unterdrückt aber feinere Aromen. Am Ende zählt, wie es Ihnen persönlich am besten schmeckt.
Ginger Ale und Soda Water sind die klassischen Mixer für einen Whisky Highball. Auch Cola funktioniert gut, besonders mit kräftigeren Bourbons. Als Faustregel gilt, Whiskys bis etwa 30 Euro eignen sich gut zum Mixen, darüber lohnt sich meist der pure Genuss. Cask-Strength- und Single-Cask-Abfüllungen sollten ohnehin pur bleiben, hier geht es gerade um die volle, unverdünnte Intensität.
Ungeöffnet hält sich Whisky praktisch unbegrenzt, solange er dunkel und stehend gelagert wird. Nach dem Öffnen verändert sich der Geschmack durch Sauerstoffkontakt langsam, meist über mehrere Jahre. Eine fast leere Flasche oxidiert schneller als eine volle. Gesundheitsschädlich wird Whisky dabei nicht.
Diese Woche (27. bis 30.12.) haben wie gewohnt für Euch geöffnet.
Wir sind von 10 bis 18:30 Uhr für Euch da.
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