Alkoholfreier Gin

Spirituosen | 30. Januar 2020 | Delicious Berlin

Alkoholfreier Gin – ist das der neueste Schrei auf dem Spirituosenmarkt? Handelt es sich dabei um eine überteuerte Verarsche der Ginhersteller? Dabei kann man ja nicht einmal von Spirituosen sprechen. Nach normalem Gin, Sloe Gin und fassgelagertem Gin scheint nun ein neuer Trend zu starten:

Gesundheitsbewusste Menschen trinken ab sofort alkoholfreien Gin. Uns von Delicious Berlin kommt das zumindest so vor. Die Nachfrage steigt. Alkoholfreie Getränke wie Wonderleaf und Freigeist erleben einen Boom. Natürlich kaufen auch Schwangere bevorzugt alkoholfreien Gin…

Siegfried Wonderleaf

Siegfried Wonderleaf

Wie schmeckt alkoholfreier Gin?

Erst kam der Monkey 47 Gin aus dem Schwarzwald und hat 2013 einen Hype in Deutschland ausgelöst. Seitdem wird in jedem deutschen Hinterhof Gin produziert. Jedes Dorf hat seinen eigenen Gin. Wie überrascht man da noch den Konsumenten? Natürlich mit einer alkoholfreien Variante!

Wie aber schmeckt alkoholfreien Gin? Lohnt es sich, die alkoholfreie Variante pur zur trinken? Es schmeckt wie es schmecken muss: Wie Wasser mit Aromen. Beim Wonderleaf denkt man, jemand habe Zimt ins Wasser geschüttet. Es fehlt der Geschmacksträger Alkohol. Alkoholfreier Gin müsste also unter dem Label „aromatisiertes Wasser“ laufen.

Humboldt Freigeist von den Spreewood Distillers

Humboldt Freigeist von den Spreewood Distillers

Wie wird alkoholfreier Gin hergestellt?

Warum ist das „aromatisierte Wasser“ dann so teuer fragt man sich? Die Hersteller rechtfertigen sich mit dem aufwendigen Herstellungsprozess. Wie wird alkoholfreier Gin also hergestellt? Die Hersteller des Siegfried Gins sagen: „Wir extrahieren die Aromen durch Destillation ähnlich wie bei einem normalen Gin.“

Und wie gehen die Spreewood Distillers beim Freigeist vor? Dieser enthält immerhin so viel Alkohol wie ein alkoholfreies Bier. Im Spreewald wird destilliert und kalt mazeriert. So werden den Botanicals die Aromen entzogen. Wie sie dann aber in den „alkoholfreien Gin“ kommen, verrät keiner.

Warum lässt sich alkoholfreier Gin bei Delicious Berlin
nicht probieren?

Erstens lohnt sich das pur Trinken nicht. Zweitens hat alkoholfreier Gin ein Problem mit der Haltbarkeit. Die Spreewood Distillers schlagen daher beim ihrem Freigeist (ohne Alkohol) vor, ihn innerhalb von acht Wochen aufzutrinken.

Man muss ihn nicht im Kühlschrank aufbewahren. Die Aromen verflüchtigen sich aber schneller als bei Gin mit Alkohol. Alkoholfreier Gin hat aber auch Vorteile: Mit Tonic Water schmeckt er wie normaler Gin. Schön garniert mit einer Zitronen- oder Orangenzeste hat man das Gefühl, man genieße einen herkömmlichen Gin & Tonic.

Genau für dieses Gefühl zahlt man bei Wonderleaf, Freigeist und Co. gerne ein bisschen extra. Und wenn man endlich wieder Alkohol trinken darf oder möchte, dann kann man sich zum Beispiel mit einem Gin Tasting bei Delicious Berlin gut dem Thema annähern. Es muss ja nicht gleich immer im Vollrausch enden.


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