Dalmore Whisky Verkostung in Berlin

Der Zahnarzttermin ist abgeschlossen und schon geht es zum ersten Genießerevent des Tages: Frühstück mit Dalmore Whisky aus Schottland. Eine Dalmore Whisky Verkostung zu früher Stunde also!

Es ist 9:30 Uhr in Berlin und der Magen leer. Da kommt ein Whisky-Frühstück doch sehr gelegen. Die Frage ist nur: Gibt es auch was zu essen? Im Hotel am Steinplatz werden die Gäste von der Borco Familie begrüßt und anschließend stellt sich Richard Paterson, der Master Distiller vor.

Dalmore Whisky Verkostung

Dalmore Whisky Verkostung

Mit 8 Jahren beim ersten Whisky Tasting

Beim Frühstück erzählt er, wie er im Alter von 8 Jahren zu Whisky gekommen ist: Sein Vater nahm ihn mit ins Warehouse (Lager der Whiskyfässer), hielt dem Jungen ein Glas Whisky unter die Nase und forderte den Kleinen auf: „Erzähl mir was zu diesem Tropfen!“

Immer wenn der kleine Richard keine Antwort wusste, erhielt er einen Schlag auf den Hinterkopf. Ja, so sehen schottische Erziehungsmethoden aus! Aus dem Jungen ist ein Erwachsener im besten Alter geworden und erstaunlicherweise ist der Mann dem Business treu geblieben.

Richard Paterson und Katrin Reitz

Richard Paterson und Katrin Reitz

Richard Paterson in Berlin

Richard erzählt von seinen Eindrücken seines ersten Berlinbesuchs. Die Stadt hält dich in Atem und ist von so hoher Bedeutung, dass man Treffen der europäischen Partner dort organisiert. Außerdem wird Berlin gerade zum „Dalmore Hub“, wie man selbst stolz sagt. Es passiert also nirgendwo mehr mit dem schottischen Single Malt als in Berlin.

Tatsächlich war Berlin Patersons erster Auslandsaufenthalt überhaupt. Er erinnert sich, wie anders damals alles war und geht auf den Whisky dieser Zeit ein. Single Malt gab es kaum, es wurde fast ausschließlich Blended Whisky getrunken. Erst in den 90er-Jahren kam der Single Malt Boom ins Laufen.

Single Malt boomt seit vielen Jahren

Wie sehr Single Malt boomt, erläutert der Master Distiller an mehreren Beispielen: Überall gibt es Whiskyfeste, vor allem in den Hauptstädten Europas wird gerne edler Whisky genossen. Außerdem beweist der Preisanstieg, dass der Boom anhält.

In der Dalmore Distillery in Alness lagern so einige Raritäten. Darunter sind alte Spezialitäten, bei denen 12 Flaschen eine Million Euro wert sind. Der Boom endet jedoch nicht in Europa. In den USA gäbe es wohl 1.000 Boutique Distilleries, die jedoch weder Single Malt noch Qualitätsprodukte liefern würden, wie Paterson meint.

Dalmore Whiskypräsentation

Dalmore Whiskypräsentation

Dalmore auf der Whiskykarte

Dann kramt Richard eine Landkarte von Schottland aus der Tasche und erklärt die Whiskylandschaft Schottlands mit Sonderstellung Dalmore Whisky. Er beginnt mit den Lowlands, wo leichte, duftige Spirituosen entstehen. Gen Norden schließen sich die Highlands mit der Speyside an. Die Spey sei der am schnellsten fließende Fluss Großbritanniens und mache eine eigene Region aus, die jedoch zu den Highlands zähle und geschmacklich keine Unterschiede hervorrufe.

Eine ganz eigenständige Region sei Campbeltown mit ihren drei überlebenden Brennereien. Direkt am Atlantik gelegen zeichne die Brände oft ein salziger und maritimer Charakter aus. Extremer kann es auf den Inseln wie Islay werden mit torfigen und medizinischen Aromen. Die Dalmore Distillery in Alness / Riss-shire nimmt am Rande der Highlands 20km nördlich von Iverness eine Sonderlage ein.

Dalmore Whisky Frühstück in Berlin

Dalmore Whisky Frühstück in Berlin

Was unterscheidet Dalmore von anderen Whiskyherstellern?

Erfindet ein Hersteller sich nicht immer wieder neu, dann wird er keine Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte erfolgreich überdauern. Noch besser ist es, wenn man eine ganze Branche neu erfindet. Das ist Dalmore gelungen.

Man hat sich immer wieder gefragt: „Was können wir anders, besser machen?“ 1839 gegründet, wollte man irgendwann keine klaren Spirituosen mehr produzieren. „Matured whisky“ war das Schlagwort der Stunde. Bei Dalmore wollte man mehr. Warum nicht Whisky herstellen, der 30 Jahre im Fass liegt?

Die Mitbewerber meinten damals: „Seid ihr verrückt – das geht doch nicht! Außerdem ist es unbezahlbar!“ Doch Dalmore verdoppelte im Jahr 1874 die Kapazität und machte sich schlau, wie man Whisky am besten lagern konnte. Man stellte fest: Amerikanische Weißeiche – 2 Bäume – 4 Fässer und los geht es! Was heute selbstverständlich ist, war damals ein riskantes Experiment!

Dalmore Whisky mit Borco

Dalmore Whisky mit Borco

Reifelagerung in 30 Jahre alten Matusalem Sherryfässern

„I have to spell S H E R R Y when I am in the USA“ erklärt Richard Paterson mit einem Lächeln. Die Amerikaner kennen keinen Sherry und denken ansonsten an CHERRY und damit an Kirschfässer in denen der Whisky aber eben nicht lagert.

Dalmore ist der einzige Hersteller der Welt, der seine Whiskys in 30 Jahre alten Matusalem Sherryfässern ausbaut. Das gilt zwar nicht für jede Abfüllung, spielt aber bei vielen Destillaten der Brennerei eine große Rolle. Matusalem Sherry wird aus den beiden Rebsorten Palomino Fino und Pedro Ximenez hergestellt. Diese sorgen für viel Süße.

600 Literfässer rollen durch die Brennerei in Alness

Eichenfässer mit 600 Liter Fassvermögen sind eine wahre Plackerei. Deshalb beschweren sich die Mitarbeiter der Dalmore Brennerei jedes Mal wieder, wenn Paterson mit diesen Fässern ankommt. Dann werden diese von den stärksten Männern durch das Betriebsgelände gerollt…

Schließlich werden die Sherry buts geleert, denn das Whiskygesetz verbietet die Vermischung von Sherry und Whisky. Sofort nachdem der letzte Tropfen aus den Matusalem-Fässern entnommen wurde, wird der Dalmore Whisky in die Fässer abgefüllt.

Dalmore Whisky in Berlin

Dalmore Whisky in Berlin

Dalmore Raritäten in Berlin verkostet

Nach vielen weiteren Geschichten kommen wir endlich zum eigentlichen Tasting. Wir Fachhändler aus Berlin wissen nicht, welche Whiskys uns heute zum Frühstück serviert werden. Die Unterlage ist jedenfalls geschaffen. Das erste Destillat ist weder Neuheit noch Besonderheit, aber ein guter Einstieg:

Dalmore 15 Jahre

Der bernsteinfarbene Whisky mit rötlichem Schimmer zeigt sich in der Nase wie ein gutes Frauenparfum, wie Richard Paterson meint. Am Gaumen offenbart er sich mit öliger Textur und Noten von getrockneten Früchten, Aprikosen, Vanille, Holz und Schokolade. Im Abgang wird der Dalmore 15 Jahre langsam trockener und damit erkennt man zunehmend Aromen von Holz und Bitterschokolade.

Dalmore King Alexander 1263

Den King Alexander als zweiten Tropfen einzuschenken, ist doch mal eine Ansage. Das heißt, wir werden uns noch einmal steigern und das auf sehr hohem Niveau! Am Gaumen präsentiert sich der Dalmore King Alexander mit pflaumigen Noten, Schokolade, Crème Brulée und Kaffee. Richard Paterson empfiehlt Bitterschokolade zu diesem Edelwhisky. Sie sollte aber nicht mehr als 86% Kakaoanteil haben, wie er betont. Der Whiskexperte scheint sich auch mit Schokolade auszukennen.

Dalmore 10 – 50 Jahre

Zum Schluss gibt es noch ein Highlight: Wir genießen einen Blend aus 10, 20, 30, 40 und 50 Jahre alten Whiskys der Brennerei. Am Gaumen erinnern die Aromen an Marmelade, Zitrusfrüchte, Weihnachtsstollen, Lakritz, Orangen, Gewürze und Bitterschokolade. Dieser Blend bringt etwas mehr Kraft mit, was auf die 45 anstatt 40% Volumenprozent Alkohol zurückzuführen ist.

Es war für alle Teilnehmer sehr interessant, diese drei Dalmore Whiskys miteinander probiert und bei allen den typischen Charakter dieser Highlandwhiskys geschmeckt zu haben. Tatsächlich ist es faszinierend zu entdecken, welche Auswirkung das Matusalem-Fass auf den New Make hat!

Dalmore Quintessence, Vintage 2006, 35 Jahre und 50 Jahre

Nach der Whisky Verkostung erhalten wir von der hochmotivierten und sehr sympathischen Katrin Reitz (Brand Manager) noch einen Ausblick auf die kommenden Neuheiten:

Es wird einen für Deutschland auf 30 Flaschen limitierten Dalmore Quintessence Whisky geben. Dieser soll im Oktober dem Fachhandel vorgestellt werden. In ganz Europa soll es nur 100 Flaschen geben. Manko: Der rare Whisky wird mit einem empfohlenen VK von 1.395 Euro / Flasche in die Läden kommen.

Weitere Neuheiten werden eine King Alexander Edition mit versilberten Manschettenknöpfen sein, von der es nur 288 Flaschen geben wird. Der Dalmore Vintage 2006 wird ausschließlich in Ex-Bourbon-Fässer gelagert – eine absolute Neuheit, schließlich steht Dalmore für Sherry und insbesondere für Matusalem-Sherry! Anhänger der Destillerie können hiermit also erfahren, was passiert, wenn man ihren Lieblingswhisky NICHT ins Sherryfass legt.

Über die weiteren Raritäten braucht sich Otto Normalverbraucher keine Gedanken machen, da er sie sich schlichtweg nicht leisten kann. Der im Kristalldekanter ausgelieferte Dalmore 35 Jahre ist schon extrem rar. Nicht viel besser sieht es mit dem Dalmore 50 Jahre aus: Möchte man diesen haben, muss man 70.000 Euro auf den Tisch legen und selbst das reicht nicht aus, denn wer mit dem Gedanken spielt, den Whisky zu kaufen, der muss sich erst bei der Destille bewerben.

Na, dann wünschen wir allen Bewerbern viel Erfolg! Die Bewerbung kann man übrigens auch bei Delicious Berlin in Charlottenburg-Wilmersdorf einreichen :-)

Chateau Planeres Weine

Ein Paket aus Südfrankreich, genauer gesagt aus dem Weinanbaugebiet Languedoc-Roussillon, ist bei uns in Berlin eingetroffen. Sechs Weine stehen nun also zum Probieren bereit und verlangen unsere ganze Aufmerksamkeit. Werden sie es in unser Sortiment in der Pariser Straße in Charlottenburg-Wilmersdorf schaffen?

Seit Generation teilen die Familien Jaubert & Noury die Liebe zur Rebe und zum Wein. Dabei begann also viel früher. Es waren die Griechen, die vor über 2.000 Jahren den Weinbau ins südfranzösische Languedoc-Roussillon brachten. Was aber macht den Wein von Château Planères besonders?

Chateau Planeres Weine

Chateau Planeres Weine

2.000 Jahre Tradtion im Weinbau

Es soll das meistprämierte Weingut der gesamten Region sein. Das ist ohne Zweifel ein Argument für die Weine aus Südfrankreich, muss aber noch lange nicht heißen, dass sie den Zeitgeist treffen und der Masse schmecken. Was also zeichnet das Weingut im Detail aus?

Die heutigen Macher wurden von ihrer Kindheit an dafür sensibilisiert, die Werte der Natur zu respektieren und auf Böden, Reben und Verarbeitung mit höchster Sorgfalt zu achten. Was das genau bedeutet, werden wir hier gleich noch erfahren. Jedenfalls bewirtschaften Fancis und Roland mit viel Naturnähe, Liebe und Enthusiasmus die 100 Hektar des Weinguts.

Chateau Planeres Weine aus Languedoc-Roussillon

Chateau Planeres Weine aus Languedoc-Roussillon

Charakterstarke Weine durch sensiblen Umgang mit der Natur

Der Weinanbau stellt an sich schon große Herausforderungen an Mensch und Natur. Bei Château Planères hat man 100 Hektar unterschiedlichster Böden zu bewirtschaften. Steinige Tonböden, abfallende Kalksteinhänge und sandige Ebenen. Besonders die vielen kleinen Steine und Kiesel zeichnen das Terroir des Weinguts aus.

Aufgrund dieser Böden in Verbindung mit dem schonenden Umgang mit der Natur, den alten Rebstöcken, geringen Erträgen und viel Erfahrung bei der Verarbeitung kann man hier charaktervolle, einzigartige Weine herstellen. Es ist die Kombination aus Kraft, Finesse, Eleganz und harmonische Ausgewogenheit, die Weiß- wie Rotweine kennzeichnet.

Klima und Ort

Im Herzen des Roussillon gelegen, in gleichem Abstand zu Perpignan, der Mittelmeerküste und der spanischen Grenze, erhalten die Weingärten von Château Planères die aufmerksamste Pflege Roland Nourys und Francis Jauberts. Das allein reicht aber nicht aus. Ein ganz spezielles Klima ist für die Herstellung großer Weine mitverantwortlich:

Dem tonkalkigen Terroir kommt durch seine nach Süden ausgerichtete Lage eine intensive Sonnenbestrahlung zugute. Außerdem bewahrt es die für die Reifung der Trauben günstige Wärme. Der Tramontane, der oft gegenwärtige trockene Nordwind, beschützt die Weinberge vor mehreren Schädlingen.

Das Klima zeigt sich im Herbst und Winter moderat-mediterran, im Frühjahr feucht und im Sommer trocken und heiß. Der sehr gute gesundheitliche Zustand der Rebstöcke, der hieraus resultiert, erlaubt es, die Zahl der Spritzungen zu reduzieren und garantiert eine bemerkenswerte Qualität des Lesegutes.

Chateau Planeres Weißwein und Süßwein

Chateau Planeres Weißwein und Süßwein

Besondere Methoden für besondere Weine

40 Jahre sind die Reben im Schnitt alt. Man hat hier bei Château Planères im Anbaugebiet Languedoc-Roussillon besondere Methoden entwickelt:

Man lässt zum Beispiel Gras zwischen den Rebstöcken wachsen, um die Reben herauszufordern. Wo anderswo alles mit Glyphosat totgespritzt wird, arbeitet man hier mit der Natur in Einklang. Man nutzt Insektenfallen, um weniger spritzen zu müssen und verwendet Naturdünger. Das freut uns von Delicious Berlin und sollte auch dem modernen Konsumenten am Herz liegen!

Eine kurze Reberziehung im Trinkbecherschnitt (nur Syrah und Malvoisie werden mit langem Holz erzogen) und moderne Technik sind weitere Qualitätsgaranten. Zum Beispiel setzt man auf eine Technik, die es erlaubt, nur durch die Schale den Polyphenolgehalt und damit den Reifegrad der Trauben zu messen.

Die Rebsorten im Anbaugebiet Languedoc-Roussillon

Heute leisten auf den von der Somme verwöhnten Hängen die Sorten Syrah und Mourvèdre, Carignan und Grenache Gesellschaft. Cinsault spielt ebenfalls eine Rolle, aber ähnlich wie im berühmten Anbaugebiet Châteauneuf-du-Pape, eher eine untergeordnete und stets für den Verschnitt.

Beim Weißwein setzt man auf die teilweise sehr exotisch klingenden Sorten Malvoisie, Rolle, Grenache Blanc, Macabeu und Muscat. Aus dem Muscat erzeugt Château Planères einen sehr schönen Süßwein.

Für Roséweine kommen Grenache Noir, Syrah, Mourvèdre, Cinsault und Carignan zum Einsatz. Die Skala der genutzten mediterranen Sorten, die zu verschiedenen Zeiten reif werden, erlaubt eine frühzeitige Weinlese und erstreckt sich über den Monat September.

Chateau Planeres Coume d`Ars

Chateau Planeres Coume d`Ars

Verkostung der Château Planères Weine in Berlin

Verkostet am Freitag den 18.03.2016 in Berlin in der Pariser Straße. Hier die Ergebnisse der Weinverkostung:

Château Planères Perles de Planères

Nase: Saure Äpfel, Zitrusfrüchte. Spur Hefe.

Gaumen: Viel Perlage, fein. Saurer, feinherber Apfel, modriges Holz und langer feinfruchtig-holziger Nachgeschmack. Stachelbeeren, Schattenmorellen. Komplex und sehr fein.

Alkoholgehalt: 13,5% Vol.

Château Planères Blanc Prestige

Cuvée aus Tourbat du Roussillon, Vermentino und Grenache Blanc.

Nase: Reife Mirabellen und süße Blüten vermischen sich mit Zitrone und weiteren Zitrusfrüchten.

Gaumen: Kuriose Mischung aus grünen Zwetschgen, Zitrone und Salz. Feinherber leicht salziger Nachgeschmack.

Alkoholgehalt: 13,0% Vol.

Château Planères Rosé Prestige

Gekeltert aus den drei Rebsorten Cinsault, Syrah und Grenache.

Nase: Süß duftend nach reifen Erdbeeren, Lakritz und Schokolade.

Gaumen: Salzig, Zitrone, Nuancen von Erdbeeren und Lakritz.

Alkoholgehalt: 13,0% Vol.

Château Planères Coume d`Ars

Gekeltert aus bis zu 107 Jahre alten Carignan-Rebstöcken, 90 Jahre alten Grenache-Reben und einem Anteil Syrah.

Nase: Dunkle Beeren, schwarze Kirschen, Brombeeren.

Gaumen: Tiefgründig mit intensiven dunklen Früchten, einer feinherben Aromatik, Gewürzen, Salz, Leder und Tabak.

Alkoholgehalt: 13,0% Vol.

Château Planères Les Aspres

Keine Angaben zu Rebsorten

Nase: Süße Himbeeren und Johannisbeeren. Nelken.

Gaumen: Anfangs betören weiche und recht intensive rote Aromen. Dann offenbaren sich weihnachtliche Gewürze wie Sternanis und Nelken und schließlich hallt der Wein mit einer feinherben Fruchtnote nach.

Alkoholgehalt: 13,0% Vol.

Château Planères Rouge Prestige

Gekeltert aus Mouvèdre, Syrah und Grenache Noir. 10 Jahre Lagerpotenzial.

Nase: Süße Erd- und Himbeeren vermählen sich in der Nase mit Rosinen und Marzipan.

Gaumen: Weiche, süße Fruchtnoten und eine gute Portion Holz machen diesen eichfassgelagerten Südfranzosen zu einem echten Gaumenschmeichler.

Alkoholgehalt: 14,0% Vol.

Ein Drink mit Gin: Heute der “Gimlet”

The Duke Gimlet

Gintasting mit Abschlussdrink

Es ist 18:45 Uhr an einem Freitag Abend in unserem Ladengschäft in Wilmersdorf als pünktlich auf die Minute Marian Rudhart mit zwei Rucksäcken und seinem Fahrradhelm unterm Arm herein kommt. Heute ist bei uns wieder Gintasting. In 45 Minuten geht es los. Genügend Zeit – wir wollen allerdings noch einen Cocktail mixen und abfotografieren. Marian ist Markenbotschafter des Duke Gins aus München. Er ist heute zum dritten Mal bei einem unserer Gintastings dabei. Auch heute wird er wieder über die Entstehung, Besonderheiten und die Herstellung des Dukes erzählen. Auch die ein oder andere Anekdote, die man sonst nirgends lesen kann, wird er noch “verraten”. Eine Neuheit wird es heute geben: Anstatt dem Gin und Tonic, den es bei den letzten zwei Malen zum Abschluss gab, wird er heute einen Cocktail mixen und dabei erklären wie genau man dies macht.

Rose´s Lime Juice

Rose´s Lime Juice im Gimlet

Lime Juice, Skorbut und die Royal Navy

Marian packt aus: Dabei hat er ein paar Flaschen Duke Gin, eine Flasche Rose´s Lime Juice, ein Rührglas mit Barlöffel und Limetten samt Presse. Wer sich hinter der Bar, oder auch davor, auskennt, der könnte jetzt schon darauf kommen, was heute gemixt wird: Richtig! Ein Gimlet. Die Geschichte des Drinks hat mit Skorbut, der Navy und der Kolonialzeit zu tun. Lauchlin Rose hat ab dem Jahre 1867 den Rose´s Lime Juice in Schottland hergestellt und vertrieben. Da man Limettensaft wegen des Vitamin C auf Schiffsreisen gegen Skorbut mitnahm, musste dafür gesorgt werden, dass dieser während der Reise nicht verdarb. Dies machte man ursprünglich mit der Zugabe von Rum. Rose ging einen anderen Weg und nutze Zucker zum Haltbarmachen.
Den Namen Gimlet hat er wohl von Sir Thomas Desmond Gimlette, General der Royal British Navy. Ob er auch das Rezept erfunden hat, ist nicht belegt, aber gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden auf jeden Fall die ersten Gimlets auf britischen Schiffen getrunken.
Ähnlich wie der Gin und Tonic ist also auch der Gimlet auf Grundlage einer Medizin entstanden: Das Tonic als Malariaprophylaxe und der Lime Juice als Skorbut-Vorsorge.

Gimlet

Der Gimlet wird im Rührglas mit einer Limette kalt gerührt

Hopfen und Malz: The Duke Gin aus München

Als erstes gibt Marian 4 cl Duke Gin in das Rührglas. Der Gin aus der bayrischen Landeshauptstadt ist einer der frühen deutschen Gins. Die beiden Gründer Daniel Schönecker und
Maximilian Schauerte fassten nach einem After-Work Gin+Tonic den Entschluss einen eigenen Gin herzustellen. Nach einjähriger Entwicklungszeit war es dann 2008 soweit: der Münchner Dry Gin kam auf den Markt. Benannt nach dem Bayernherzog Heinrich den Löwen enthält der The Duke Gin ganz bayerntypisch natürlich auch Hopfen und Malz. Ansonsten wird dieser als klassischer Dry Gin mit neun weiteren Botanicals in einer zweifachen Destillation mit dem Raubrand-Feinbrand-Verfahren hergestellt. Danach gefiltert und nach 4-6 Wochen Ruhezeit abgefüllt.

Der Gin-Cocktail Gimlet

Der fertige Gin-Cocktail Gimlet mit dem Duke Gin

Der Gincocktail Gimlet wird gemixt

Zurück zum Drink: Es folgen 2 cl Rose´s Lime Juice und ein Spritzer frischer Limettensaft, die ebenfalls in das Rührglas kommen. Für Marian ist das die Basis, die man ganz nach eigenen Vorlieben noch verfeinern kann. Er empfiehlt z.B. mit Rosmarin, Preiselbeeren oder Lavendel zu experimentieren. Diese einfach jetzt noch hinzu geben. Auch die ausgepresste Limette kann verwendet werden. Danach das Rührglas mit Eis auffüllen und etwa 30 Sekunden kalt rühren. Jetzt noch je nach Zutaten durch ein feines oder grobes Sieb in gekühlte oder mit Eis gefüllte Gläser geben. Mit einer Limettenzeste garnieren. Voilá!

Rezept Gimlet mit Duke Gin

Zutaten:Vesper
· 4 cl The Duke Gin
· 2 cl Rose´s Lime Juice
· 1 cl Limettensaft (bzw. ein Spritzer)
· Weitere Zutaten nach Belieben (Johannisbeeren, Rosmarin, Lavendel, …)
· Zitronenzeste als Garnitur

Zubereitung:
In ein Rührglas alle flüssigen Zutaten geben. Danach je nach Gusto weitere Zutaten hinzu geben und mit Eis auffüllen. Mit einem Barlöffel etwa 30 Sekunden kalt rühren. Danach in ein Martiniglas oder einen Tumbler abseihen und mit einer frischen Zitronenzeste garnieren.

Drinks mit Gin: Heute “Vesper”

Vesper

Der Gin-Cocktail Vesper

Zweimal klar und einmal blanc

Heute stellen wir einen Gincocktail vor, der in seinen Zutaten klar anfängt und auch gemixt klar ins Glas kommt – zumindest so gut wie. Die Zutaten sind zweimal Brandstifter und einmal Lillet Blanc. Wer sich nun schon an James Bond erinnert: Sehr gut! Aber dazu noch ausführlicher später.

Max von Berliner Brandstifter war bei unserem letzten Gintasting zu Besuch. Er hat ausser den Rohbränden – die Vorstufe zum Berliner Brandstifter Gin – natürlich auch viele Hintergrundinfos mitgebracht und konnte aus dem “Nähkästchen” plaudern. Probieren konnten wir unter anderem den Gin, im Anschluss des Tastings aber auch das neue Produkt aus dem Berliner Hause: Den Brandstifter Vodka. Und was bietet sich da besser an als daraus ein schönen Drink zu mixen. Einfach und trotzdem vielschichtig.

Kornbrand, Gin und Vodka aus Berlin

Berliner Brandstifter: Dahinter steckt Vincent Honrodt, der 2009 eine Familientradition fort führt, den Berliner Brandstifter Kornbrand herstellt und auf den Markt bringt. Damit aber nicht genug. Kurze Zeit später kommt ein Dry Gin mit Hilfe eines Crowdfundings hinzu. Der Gin wird mit hauptsächlich regionalen Botanicals hergestellt. Diese stammen von einem eigens angelegten Acker auf dem Bauernhof Speisegut im Westen Berlins. Es werden jeweils Editionen von 9999 Flaschen hergestellt. Diese sind auf der Flasche handschriftlich nummeriert.
Der neueste Zugang ist der Berlin Vodka, der im Juni 2016 auf dem Markt kam. Er wird aus französischen Zuckerrüben hergestellt und ebenfalls mit regionalen Botanicals verfeinert.

Vesper im Rührglas

Die Zutaten werden kalt gerührt.

Casino Royale und der Cocktail

Fehlt nur noch die dritte Zutat des Cocktails. Und da kommt James Bond ins Spiel. Lillet ist ein Likör, der von den Brüdern Paul und Raymond Lillet Ende des 19. Jahrhunderts kreiert wurde. Es ist ein Likör auf Weinbasis, der sehr gerne als Aperitiv getrunken wird, aber auch als eine wunderbare Zutat für diverse Cocktails dient. James Bond bestellte 2006 während des Pokerspiels als 007 einen “Vesper Martini” im Film “Casino Royale”.

Das Rezept des heute vorgestellten Drinks “Vesper” wurde von Steven Lasner aus der Lang Bar im Waldorf Astoria für und mit den Berliner Brandstifter Produkten kreiert. Es ist ein einfach zu mixender Drink, der durch seine vielschichtigen Aromen glänzt. Die floral-frischen, leicht süßlichen Aromen des Gin, die sich mit den vielen Facetten des Vodka und dem süßlich herben des Lillets wunderbar vermischen. Wer möchte kann mit verschiedenen Bitters das Rezept noch in verschiedenste Richtungen lenken. Zum Wohle!

Rezept Vesper

Kreiert von Steven Lasner aus der Lang Bar im Waldorf Astoria

Zutaten:Vesper
· 6 cl Berliner Brandstifter Dry Gin
· 2 cl Berliner Brandstifter Vodka
· 1 cl Lillet Blanc
· Bitters (Angostura oder Orange) nach belieben
· Zitronenzeste als Garnitur

Zubereitung:
In ein Rührglas ausreichend Eis und die flüssigen Zutaten geben. Diese mit einem Barlöffel etwa 20 Sekunden kalt rühren. Nicht schütteln, so bleibt der Drink schön klar. Danach in ein Martiniglas oder einen Tumbler abseihen und mit einer frischen Zitronenzeste garnieren.

Teeling Whiskey in Berlin

Daniel hat die Destille mitten in Dublin bereits besucht. Mit viel Begeisterung erzählt er von seinem Aufenthalt in Irland. Wir von Delicious Berlin hören gespannt zu: Genau an der alten Stadtmauer liege die Brennerei, die trotz der Lage nicht sehr touristisch sei…

Alles Anrüchige musste raus aus der Stadt. Die Stadtherren wollten weder Prostitution noch Spirituosenhersteller im Zentrum Dublins haben. Daher befinden sich die Gebäude von Teeling heute genau hinter der Mauer.

Teeling Whiskey

Teeling Whiskey

Teeling und die Geschichte der Stadtmauer von Dublin

Später wurde neu gebaut, bzw. renoviert. Das Warehouse ist außerhalb, da es mit all seinen Fässern zu viel Platz wegnimmt. Während man in der Guinness-Brauerrei jedes Jahr 3. Mio. Besucher zählt, ist die Lage bei Teeling Whiskey hingegen sehr entspannt. Mit Café und Museum lässt sich eine angenehme Genießertour buchen.

Der irische Whiskey in Berlin im Test

Nach und nach machen wir die einzelnen Flaschen auf, die Daniel uns mitgebracht hat. Mit dabei ist der Teeling Small Batch, den wir in Charlottenburg-Wilmersdorf als erstes probieren. Danach folgen Teeling Single Grain und der alte Teeling Vintage Reserve Single Malt Irish Whiskey 21 Jahre auf den wir sehr gespannt sind. Hier die Verkostungsergebnisse:

Teeling Small Batch

Halbes Jahr im Rumfass gefinished, Single Malt, 100% gemälzte Gerste. 3x destilliert. 46 % Vol. Alkohol.
Bouquet: Zitrusfrüchte, Birne und tropische Früchte.
Am Gaumen: Weich und sanft mit Noten, die an Schokolade, karamellisierte Früchte und braunem Zucker erinnern.

Teeling Small Batch Irish Whiskey

Teeling Small Batch Irish Whiskey

Teeling Single Grain

Halbes Jahr im kalifornischen Rotweinfass gefinished, Single Grain. 3x destilliert. Hoher Maisantail. 46 % Vol. Alkohol.
Bouquet: Karamell, Vanille, karamellisierte Tropenfrüchte.
Am Gaumen: Viel Maissüße, feine Gewürze und insgesamt sehr sanft und recht weich am Gaumen. Süßer Nachhall.

Teeling Vintage Reserve Single Malt Irish Whiskey 21 Jahre

Flaggschiff der Destillerie. Auf 5.000 Flaschen pro Jahr limitiert. Halbes Jahr im kalifornischen Rotweinfass gefinished, Single Grain. 3x destilliert. Hoher Maisanteil. 46 % Vol. Alkohol.

Bouquet: Rauchig-süß in der Nase. Getrocknete Früchte vermischen sich mit schwerem Waldhonig. Sehr vielschichtig.
Am Gaumen: Ölig mit viel Süße, Spuren von Gewürzen. Im Abgang leicht malzig.

Teeling Whiskey in Berlin

Teeling Whiskey in Berlin

Torres Jaime I Reserva de la Familia zum Abschluss

Bevor uns Daniel wieder verlässt, präsentiert er uns noch einen krönenden Abschluss, einen 30 Jahre im Eichenfass ausgebauten Brand. Ein weihnachtliches Erlebnis!

Torres Jaime I Reserva de la Familia 30 Jahre Brandy

Bouquet: Zimt, Kardamom, Pfeffer, schwere, reife Fruchtnoten wie zum Beispiel Rosinen.
Am Gaumen: Feinste Gewürze, reife Pflaumen, Pfeffer. Mit nur 38% relativ leicht am Gaumen.

Bourbon und Rye Whiskey

Nachdem wir uns nun ein paar Wochen lang mit Bourbon und Rye Whiskey intensiv auseinandergesetzt haben, stehen viele neue Flaschen in unseren Regalen in Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf. Hier einige Verkostungsergebnisse vom günstigen Mellow Corn Straight Corn Whiskey über Evan Williams, Rittenhouse bis hin zum seltenen Elijah Craig Barrel Proof Bourbon Whiskey.

Elijah Craig und Evan Williams Bourbon Whiskey

Elijah Craig und Evan Williams Bourbon Whiskey

Vielen Dank an dieser Stelle an Daniel Krüger von Borco Import, der sich viel Zeit für die Verkostung genommen hat. Hier nun die Ergebnisse:

Mellow Corn Straight Corn Whiskey

Botteled in Bond: 4 Jahre in Zolllager gelegen, nur vom Masterblender persönlich angefasst. Heavan Hill Distillery. Größter familiengeführter Spirituosenhersteller der USA – von den 5 Shapira Brüdern 1934 gegründet. Zweitgrößte Destille der Welt. Mehr als 675.000 Fässer Lagerbestand.
80% Maisanteil.
Bouquet: Leichte Schärfe, zurückhaltende Süße.
Am Gaumen: Unkompliziert aber sehr ausgewogen. Ohne Höhen und Tiefen. Holzig-honiger Nachgeschmack.

Evan Williams Bottled in Bond

Bottled in Bond: 4 Jahre in Zolllager gelegen, nur vom Masterblender persönlich angefasst. Zweitmeistverkaufte Kentucky Straight Bourbon Whiskey.
Maisanteil unklar.
Bouquet: Leicht harzig, zarte Schärfe, zurückhaltende Süße.
Am Gaumen: Der erste Eindruck am Gaumen ist sehr weich, danach kommen eine leichte Schärfe, feine Gewürze und eine angenehme Maissüße. Spuren von Vanille. Leicht süßer Nachhall.

Evan Williams Kentucky Straight Bourbon Whiskey und Single Barrel Vintage 2004

Evan Williams Kentucky Straight Bourbon Whiskey und Single Barrel Vintage 2004

Evan Williams Single Barrel Vintage 2004

Bottled in Bond: 4 Jahre in Zolllager gelegen, nur vom Masterblender persönlich angefasst. Jahrgangs Bourbon Whiskey. 2004 ins Fass gelegt. Minimale Unterschiede im Geschmack von Jahr zu Jahr. 43,3 % Vol. Alk.
Maisanteil unklar.
Bouquet: Die Süße zusammen mit feinen Gewürzen stehen im Vordergrund.
Am Gaumen: Der erste Eindruck am Gaumen ist sehr weich, süße Maisnoten, feine Gewürze und Vanille machen den Evan Williams Single Barrel Vintage 2004 aus. Holziger Nachgeschmack.

Elijah Craig 12 Jahre

Wird Ende 2016 auslaufen, wegen zu großen Nachfrage. Manche Bars in Berlin setzen ausschließlich auf diesen Bourbon Whisky. Bartender`s Choice. Walldorf Astoria setzt auch auf diesen Tropfen. Amerikanische Weißeichenfässer ausgekohlt, damit größerer Einfluss auf den Whisky gewonnen werden. 2009 einige Medaillen gewonnen. 47,0 % Vol. Alk.
Maisanteil über 70%.
Bouquet: Schwere Honigsüße, Spuren von Harz und Vanille.
Am Gaumen: Zunächst schmeckt man eine würzige Roggennote, dann kommt eine tolle Honigsüße durch und schließlich geht der Elijah Craig 12 Jahre mit einem holzig-süßen Abgang ab.

Elijah Craig Barrel Proof

Wird Ende 2016 auslaufen. Manche Bars in Berlin setzen ausschließlich auf diesen Bourbon Whisky. Bartender`s Choice. Walldorf Astoria setzt auch auf diesen Tropfen. Man verwendet ausgekohlte amerikanische Weißeichenfässer. Damit kann größerer Einfluss auf den Whisky gewonnen werden.
2009 einige Medaillen gewonnen.
67,4 % Vol. Alk.
Maisanteil über 70%.
Bouquet: Würzige Schärfe. Unterschwellig viel Waldhonig und eine schöne Vanillenote.
Am Gaumen: Zunächst empfängt den Genießer eine unglaubliche Süße, fast schon Likör-artig wirkt der erste Eindruck. Dann kommt die Intensität mit voller Wucht durch. Süß-würzig mit Roggennoten und Vanille geht der Elijah Craig Barrel Proof schließlich ab.

Bourbon Whiskey in Berlin

Bourbon Whiskey in Berlin

Rittenhouse Straight Rye Whiskey

Bottled in Bond: 4 Jahre in Zolllager gelegen, nur vom Masterblender persönlich angefasst. 50 % Vol. Alk. Viele Experten halten ihn für einen der besten Rye Whiskeys der Welt.
Roggenanteil unbekannt.
Bouquet: Würzige Roggennote. Die Schärfe weicht nach einiger Zeit einer angenehmen süßen Note. Gewürze bleiben in der Nase.
Am Gaumen: Viel Roggen gleich zu Beginn. Erstaunlich weich. Bald kommt eine süße Note durch und schließlich wieder mehr Roggen, der auch lange bestehen bleibt.

Whiskey Fazit

Egal ob Bourbon oder Rye Whiskey, jede Spirituose war für sich sehr schön. Das gilt für den einfachen Mellow Corn Straight Corn Whiskey, den wir nicht in unser Sortiment aufgenommen haben bis hin zum schweren Elijah Craig Barrel Proof mit seinen intensiven Waldhonigaromen. Ein sehr tolles Preis-Genussverhältnis weisen der Rittenhouse Straight Rye Whiskey und der Elijah Craig 12 Jahre, aber auch der Evan Williams Bottled in Bond auf, der sich wunderbar zum Einstieg eignet.

Drinks mit Gin: Heute “Neukölln Negroni”

In unserer Serie “Drinks mit…” gibt es heute einen Neuzugang. Einen Drink mit Gin. Und einem sensationellen Kräutersnaps. Und Aperol. Aber dazu später mehr.

Neukölln Negroni

Neukölln Negroni bei der Zubereitung

Von Paragraphen zu Spirituosen

Die ersten zwei Zutaten kommen von der Liquor Company aus Berlin. Die zwei Gründer hatten eigentlich Jura studiert, kamen aber unter anderem durch ihren damaligen Mitbewohner zu Spirituosen – genauer zum Tequila. Dies war das erste Produkt, das sie nach Deutschland holten. Hinzu kamen in den kommenden Jahren verschiedene weitere Produkte. Zum Beispiel ein Rum aus Barbados: Der Cuate. Diesen vertreiben sie in 3 verschiedenen Altersstufen: 1-, 4- und 13-jährig. Wer gerne Rum trinkt, sollte diese unbedingt probieren!

KR/23

Der Kräuterschnaps KR/23


Nun aber zurück zum Gin und dem KR/23. Den Gin XIX importiert die Company aus Frankreich. Dort wird er ganz klassisch mit 19 Botanicals hergestellt. Nach der Mazeration wird in einer Pot-Still destilliert. Durch die 19 Zutaten erhält der Gin einen schönen ausgeglichen und komplexen Körper. Er kommt mit Wacholder, Frucht, Kräutern und einer feinen Süße (Mandeln sind eine der Zutaten) daher.
Der KR/23 wird in Berlin in eigener Regie hergestellt. In 5 Wochen reift dieser Kräuterschnaps, bis er seinen unwahrscheinlich ausgewogenen Geschmack entwickelt hat. Die Zahl 23 steht für 23 Kräuter, die mazeriert werden. Schwarzer und grüner Pfeffer findet man Seite an Seite mit z.B. Orangenschalen, Ingwer, Kamille, Zimt, Basilikum und Salbe. Für Kräuterliebhaber ein Muss!

Kaltgerührt, nicht geschüttelt

Kaltgerührt, nicht geschüttelt

Eine Abwandlung des beliebten Negroni

Der Neukölln Negroni ist eine Abwandlung des klassichen Negronis, der aus je 3 Teilen Gin, Wermut und Campari besteht. Den Wermut haben die Neuköllner mit dem KR/23 ersetzt, anstatt dem Campari benutzen sie Aperol, der weniger Bitterkeit mitbringt. Auch das Verhältnis der einzelnen Zutaten ist ein wenig angepasst.
Auch dieser Cocktail ist, wie auch die zwei schon vorgestellten Drinks (Berlin Buck und The Blushing), einfach zu mixen. Man benötigt lediglich etwas zum Abmessen, ein Gefäß zum Rühren und ein Sieb.

Neukölln Negroni

Der fertige Neukölln Negroni


Im Detail: Man nimmt das Gefäß, bestenfalls ein Rührglas, und füllt dort Eiswürfel hinein. Nacheinander kommen 2,5 cl Gin XIX, 3 cl KR/23 und 2 cl Aperol hinein. Danach wird gerührt. Kaltgerührt. 20 Sekunden lang. Die einzelnen Zutaten werden durch das Rühren kalt, vermischen sich und es kommt noch ein bisschen Tauwasser hinzu. Nach dem Rühren in mit Eis gefüllte Gläser durch ein Sieb abseihen. Das Eis in dem Rührglas wird nicht weiter verwendet. Danach nimmt man eine Orangenzeste, presst sie einmal kurz über dem Glas zusammen und drapiert diese im Glas. Zum Wohle!

Rezept Neukölln Negroni

kreiert von .
Eine Abwandlung des klassischen Negroni

Zutaten:Neukölln Negroni
2,5 cl Gin XIX
3 cl KR/23
2 cl Aperol
Orangenzeste als Garnitur

Zubereitung:
Gin, Kräuterschnaps und Aperol in einem Rührglas mit Eiswürfeln 20 Sekunden kalt rühren. Durch ein Sieb in eisgefüllte Gläser abseihen, Mit einer Orangenzeste garnieren und genießen. Cheers!

Zigarrenroller bei Delicious Berlin

Wissen Sie wie man eine Zigarre rollt? Sie hatten noch nie die Gelegenheit, Zigarren selbst zu rollen? Wir von Delicious Berlin und StarkeZigarren hatten am 02. Juni von 12:00 bis 18:00 Uhr einen Zigarrenroller aus der Dominikanischen Republik bei uns in Charlottenburg-Wilmersdorf. Es war das zweite Event dieser Art bei uns in der Pariser Straße. Ansonsten haben Unternehmen für Firmenevents auch die Möglichkeit über uns einen Zigarrenroller oder eine Zigarrenrollerin zu buchen.

Zigarren bei Delicious Berlin

Zigarren bei Delicious Berlin

Dieses Mal ging es jedoch um die Aufmerksam unserer Kunden sowie der Passanten. Sogar eine ganze Schulklasse konnte mit ansehen, wie Cesar, der Master Torcedor (Zigarrenroller) Zigarren nur mit der Hand rollt und ausschließlich ein Messer sowie einen Naturkleber für die Herstellung eines Longfillers (ganze Tabakblätter in der Einlage der Zigarre) benötigt.

Zigarren selbst rollen

Wir von Delicious Berlin haben es auf Kuba und in Nicaragua bereits versucht: Zigarren selbst zu rollen. Wer es zum ersten Mal probiert, stellt fest: Erfahrung und Fingerspitzengefühl sind die wichtigsten Eigenschaften, die man mitbringen muss, um ein guter Torcedor zu werden. In Nicaragua arbeiten sich die Zigarrenroller vom hinteren Teil einer Fabrik in den vorderen Teil. Wer also ganz vorne sitzt, der gilt als exzellenter Roller.

Zigarrenroller Cesar aus Dominikanischen Republik

Zigarrenroller Cesar aus Dominikanischen Republik

Zunächst werden die Einlageblätter ausgewählt und in ein Umblatt gewickelt. Die Tabake standen Cesar hierbei zur Verfügung. Daraus entsteht der so genannte Wickel (Einlage mit Umblatt). Dem Wickel fehlt jedoch noch der wichtigste Teil: Das Deckblatt. Bevor das mit viel Sorgfalt aufgebracht wird, legt Cesar den Wickel in vorgefertigte Schablonen, um ihn dann zu pressen. Erst nach etwa 30 Minuten in der Presse legt der Dominikaner das Deckblatt an.

Zigarrenroller zeigt wie Zigarren gerollt werden

Zigarrenroller zeigt wie Zigarren gerollt werden

Dieses weiche Tabakblatt wird sichelförmig geschnitten und dann über das Umblatt gerollt. Ganz zum Schluss bringt er mit dem Naturkleber und einen Schlägen mit dem Messer auf den Kopf der Zigarren die Kappe auf. Der Raucher schneidet diesen Teil der Zigarre später wieder ab, um sie überhaupt rauchen zu können.

Cesar ist Teil eines Elite-Programms für Zigarrenroller

Ich frage Cesar nach seiner Geschichte, nachdem der Schwarze ein paar Zigarren gerollt hat. Wo arbeitet er? Warum kommt gerade nach Berlin? Wie wird er wohl Europa wahrnehmen?

Sebastian: Was mich gerade interessiert: Wo kommst du denn genau her?

Cesar: Ich komme aus der Dominikanischen Republik, genauer gesagt aus La Romana.

Sebastian: Ah, direkt aus dem Zigarrenmekka der Dom. Rep. Wie heißt den Arbeitgeber?

Cesar: Tabacalera Garcia, das ist die größte Zigarrenfabrik der Karibik. Insgesamt arbeiten dort über 4.700 Leute, wobei nur ein Teil davon Zigarren rollt.

Zigarrenroller Cesar in Berlin

Zigarrenroller Cesar in Berlin

Sebastian: Wie kommt es, dass du nun hier bei uns in Berlin Zigarren rollst?

Cesar: Ich bin Teil eines Elite-Programms für Zigarrenroller der Zigarrenmanufaktur. Ich habe mehrere Prüfungen dafür mit Bravour bestehen müssen und nur wer viel Wissen über Zigarren mitbringt, darf schließlich nach Europa!

Sebastian: Es ist dein erstes Mal in Europa und es ist das allererste Mal, dass in Berlin frische VegaFina Zigarren gerollt werden. Wirst du wiederkommen?

Cesar: Es ist heute mein erster Tag in Deutschland. Leider ist es sehr unwahrscheinlich, dass ich nächstes Jahr wieder ins Ausland reisen darf, da es zu viele Bewerber für das Zigarrenroller-Programm gibt und die Konkurrenz sehr hart ist. Wahrscheinlich darf jeder nur ein Jahr lang reisen oder gar nur ein einziges Mal!

Sebastian: Schade! Dann wünsche ich dir noch viel Spaß beim Zigarrenrollen hier in Berlin und eine gute Weiterreise!

Wolfburn Whisky – was kann die neue Spirituose?

Blassgelb liegt sie im Glas. Ein Geruch, der an alte Birnen und Boskop Äpfel erinnert. Und dann dieser Geschmack: Prickelnd-frisch zuckt er am Gaumen, bevor Salz und Rauch alles im Mund benebeln. Sehr speziell dieser schottische Tropfen!

Der Wolfburn Whisky wurde uns von einem kleinen Importeur angepriesen, der diesen als neue Brennerei und gleichzeitig als am nördlichsten gelegene Destillerie beschreibt. Für uns war das bis dato stets Old Pulteney mit ihrem fischigen Whisky. Diese schottische Brennerei war für extra für die Heringsflotte Schottlands in das Fischerdörfchen Wick umgezogen, um die trockenen Kehlen der Seeleute mit brennendem Gold zu versorgen…

Wolfburn Whisky aus Thurso in Schottland

Wolfburn Whisky aus Thurso in Schottland

Jung und weit im Norden Schottlands gelegen

Im Gegensatz zu anderen Destillerien hat Wolfburn Whisky immerhin eine eigene Website. Wir möchten recherchieren wie jung das Unternehmen tatsächlich ist und welche Investoren hinter dem Treiben stecken. Und: Handelt es sich dabei tatsächlich um die nördlichste Brennerei Schottlands? Ja, wir stellen fest, die Stadt Thurso (Nordküste) liegt circa 20 Kilometer nördlich von Wick (Ostküste).

Im Mai 2011 machte sich ein Mitglied des schottischen Whisky-Teams auf, um die Stelle der alten Brennerei in Thurso, Caithness zu lokalisieren. Nach 150 Jahren der Vernachlässigung, fand der arme Mann nicht viel mehr als kaum wahrnehmbare Haufen Steine. Das Einzige, das vom Wolfburn Whisky geblieben war: Das Wasser! Und gutes Wasser ist wichtig für guten Whisky wie wir alle wissen.

Wolfburn SIngle Malt Scotch Whisky

Wolfburn SIngle Malt Scotch Whisky

Im Jahr 2012 kaufte man Land und begann mit dem Aufbau der Wolfburn Distillery. Am 25. Januar 2013 war es soweit: Der erste New Make lief aus der Destille!

Wie schmeckt Wolfburn Whisky?

Im Glas: Blasses Gelb.
In der Nase: Birnen und Boskop Äpfel. Hält man die Nase tiefer in das Glas, duftet der Whisky deutlich süßer nach reifen Aprikosen, Pfirsich und Birnen. Manchmal kommt ein Hauch von Vanille und sogar eine Spur Rauch durch.
Am Gaumen: Frisch, salzig-rauchig mit Fruchtnoten, die an Aprikosen und Pfirsich erinnern. Im Abgang schmeckt man zunächst eine Salz-Rauchnote, die schließlich immer salziger wird.

Wolfburn Whisky aus Thurso in Schottland

Wolfburn Whisky aus Thurso in Schottland

Die Adresse für Besuche der Brennerei:

Henderson Park
Thurso, Caithness KW14 7XW
United Kingdom

Wolfburn Whisky Logo

Wolfburn Whisky Logo

Weitere Whiskythemen auf unserem Blog:

Tomatin Whisky
Slyrs Whisky
Whisky Tasting

Zigarren, Champagner und Gin im Tipi am Kanzleramt

Zum allerersten Mal sind wir bei der Fußballweltmeisterschaft in die Nähe des Tipi Zelts in Berlin gekommen. Damals wurde das Eröffnungsspiel Brasilien gegen Kroatien im Haus der Kulturen der Welt (Schwangere Auster) übertragen. Das Gastgeberland Brasilien gewann mit Glück in einem schwachen Spiel. Damals hatten wir keine Ahnung, dass wir ziemlich genau zwei Jahre später hier im Tipi am Kanzleramt ein Zigarren-, Champagner- und Gin-Tasting durchführen würden.

Champagner Bar in Berlin

Champagner Bar in Berlin

Und so ging alles los: Eines Tages flatterte eine Anfrage für ein Champagnertasting zu uns ins Haus. Dann kamen die Fragen: „Könnt ihr auch Zigarren? Können wir über euch Zigarren in Berlin rollen lassen? Wie sieht es mit einem Gin Tasting und Gin & Tonic Ausschank aus?“ Da wir von Delicious Berlin das ohnehin alles in unserem Ladengeschäft bei den wöchentlich stattfindenden Events durchführen, wurde man sich schnell einig!

Zigarren und Zigarrenrollerin in Berlin

Für die Ausgabe von Zigarren und unsere aus Hamburg mitgebrachte kubanische Zigarrenrollerin stand den Gästen der Veranstaltung im Tipi am Kanzleramt in Berlin eine eigene Lounge mit Terrasse im zweiten Stock des Zeltes zur Verfügung. Dort wurde zu späteren Stunde gepafft was das Zeug hielt und dabei fachgesimpelt.

Zigarrenrollerin in Berlin

Zigarrenrollerin in Berlin

Die Zigarren waren jedenfalls einige Gespräche wert: Im Angebot standen eine milde Domenico Petit Robusto, eine Carrillo Maduro Zigarre, sowie eine Cohiba Siglo II als exklusivstes Stück. Für Kenner wurde das Zigarren-Portfolio durch eine kleine Dynamitstange abgerundet. Für eine explosionsartige Entwicklung der Aromen sorgte die kleine A. Flores Half Corona aus der Dominikanischen Republik.

Sehr gut kam bei den BVI-Leuten (Bundesverband der Immobilienverwalter) die kubanische Zigarrenrollerin an. Die Kubanerin rollte an dem Abend 60 Zigarren aus Flor de Selva Tabaken aus Honduras. Frisch gerollte Zigarren sind immer etwas Besonderes und schmecken ganz anders als lange abgelagerte Longfiller.

Champagner Verkostung Berlin

Champagner Verkostung Berlin

Champagner Verkostung und Ausschank in Berlin

Dass es große Champagner bei uns in Charlottenburg-Wilmersdorf gibt, ist mittlerweile in Berlin bekannt. Seit 2015 führen wir außerdem Champagner Verkostungen bei uns im Ladengeschäft sowie in ganz Berlin durch. An diesem Abend konnten die Gäste vier verschiedene Champagnerhäuser kennenlernen und Hintergrundinfos dazu erfahren.

Champagner Tasting im Tipi in Berlin

Champagner Tasting im Tipi in Berlin

Es ging los mit einen leichten Heidsieck, um sich dann mit dem Perrier-Jouet langsam zu steigern. Dieser Champagner offenbart bereits mehr Körper und überzeugt mit einer schönen Apfel-Grapefruit-Aromatik bei mittellangem Nachhall. Als krönenden Abschluss präsentierten wir den Roederer Brut Premier sowie den R de Ruinart.

Gin-Experten in Berlin unter sich

Gin-Experten in Berlin unter sich

Gin und Gin & Tonic

Unsere beiden Ginexperten stellten auf der Gegenseite des Tipi-Zeltes Gin vor und schenkten an alle Interessierten Gin & Tonics nach Wahl aus. Zur Verfügung standen der Gin XIX, Bobby`s Gin, der Royal Dock von Hayman`s sowie der Duke Gin aus München. Am beliebtesten bei den Gästen war der Bobby`s Gin mit seiner einzigartigen Zitronengrasaromatik.

Zigarren-, Champagner-, und Gin-Abend neigt sich dem Ende

Zigarren-, Champagner-, und Gin-Abend neigt sich dem Ende

Wer sich durch die vier Ginsorten probiert hatte, konnte schließlich zum passenden G & T greifen. Verschiedene Tonics standen zu Auswahl sowie Früchte zum Garnieren der Drinks, so dass jeder auf seine Kosten kam. So war an diesem schönen Abend für alle BVI-Genießer etwas Leckeres mit dabei und die Damen und Herren konnten die Nacht mit einer guten Zigarre in der einen und einem Gläschen Champagner in der anderen Hand feucht-fröhlich ausklingen lassen.